Persönlichkeiten

Die statistisch belegte Präsenz des Nachnamens Buchholz widerspiegelt sich im öffentlichen Leben. Durch den Vereinszweck des FFK, dem Namen Buchholz für Orte und Personen besondere Aufmerksamkeit zu widmen, ist man bei allem Tun darauf eingestellt, neue Informationen in diesem Sinn zu erhalten bzw. sucht man ganz zielgerichtet danach.
Wilhelmine Buchholz und der Forstinspektor mit dem waldnahen verpflichtenden Namen Michael Buchholz (gespielt von Horst Kummith) aus einer Filmserie des ZDF (als DVD erhältlich), der um die vernünftige Bewirtschaftung des ihm anvertrauten Waldes und den Erhalt der Natur kämpft, sind erfundene Personen, die aber durch ihre Medienpräsenz auch im öffentlichen Leben eine bestimmte Rolle spielen oder spielten.
Das gesellschaftliche Leben kennt Buchholzer in allen Lebensbereichen.

Der Berliner Horst Buchholz (* 04.12.1933 – † 03.03.2003) war ein ganz realer und bedeutender Schauspieler in Theater, Funk und Fernsehen. Myriam, seine Frau, sagte von ihm: „Horst war ein außergewöhnlicher Mann. Er hatte ein solches Charisma, dass man ihn lieben musste. Niemand konnte ihm widerstehen – auch Hunde, Katzen, Pferde, Vögel und wilde Tiere nicht.“ Durch seine Rollen in Kino und Fernsehen ist er vielen Zuschauern bekannt. Als Freddy in „Die Halbstarken“ gelingt ihm der endgültige Durchbruch. 1957 folgt seine Paraderolle Hochstapler Felix Krull, und 1960 schafft er als einer der „Sieben Glorreichen“ auch den Durchbruch in Hollywood. Er spielte an Theatern am Broadway, in London und Berlin.

In der Sportszene findet man die Biathletin Sabrina Buchholz und den Triathleten Gregor Buchholz (Deutscher Meister und Weltmeister U 23 2007).

Auch in der Politik und der Parteienlandschaft ist Buchholz kein unbekannter Name. Angelika Buchholz, Kandidatin des CSU-Ortsverbandes Lindau für die Stadtratswahlen Lindau 2008; Christine Buchholz, Mitglied des Deutschen Bundestages für die Fraktion DIE LINKE.; Conrad Buchholz, Kandidat der FDP auf der Landesliste Hessen zur Bundestagswahl; Daniel Buchholz, SPD, umweltpolitischer Sprecher im Berliner Abgeordnetenhaus; Doris Buchholz, Kandidatin auf der Landesliste der FDP im Saarland zur Bundestagswahl; Frauke Buchholz, Sprecherin der Neurider Grünen; Marc Buchholz, CDU, Kandidat der Bürgermeisterwahlen Nordrhein-Westfalen / Bottrop 2009.

In der Zunft, die gern die Politik und ihre Akteure aufs Korn nimmt, haben wir Martin Buchholz, einen bissigen Kabarettisten, der wortgewaltig auf der Bühne agiert. Sein Kabarett ist politischer Sarkasmus auf höchstem Niveau und für ihn die Fortsetzung des Journalismus mit anderen Mitteln. Sein Motiv: „Was Bullrichsalz für die Verdauung, ist Buchholz für die Weltanschauung.“

In der musischen Öffentlichkeit finden wir die Musikerin und Komponistin Barbara Buchholz.

Der Maler Erich Buchholz (* 31. 01.1891 in Bromberg; † 29. 12. 1972 in Berlin) war ursprünglich Volksschullehrer, studierte jedoch später bei Lovis Corinth. Ab 1923 wandte er sich der Architektur zu. Er entwarf Bauten in Schalenschichtung und entwickelt das Buchholz-Ei, ein eiförmiges Wohnhaus. In der Zeit des Nationalsozialismus war Buchholz Repressalien ausgesetzt und wurde mehrfach verhaftet. 1945 nahm er die Malerei wieder auf.

Nicht im Musischen, sondern in der „trockenen“ Juristerei gibt es den Juristen Erich Buchholz (* 1927). Das Buch „Sozialistische Kriminologie“, an dem er als Mitautor wirkte, wurde ins Englische, Russische und Japanische übersetzt.

Der promovierte Jurist Bernd Buchholz (* 1961) ist seit 2009 Vorstandsvorsitzender des Hamburger Großverlages Gruner + Jahr (G+J) sowie Mitglied des Vorstandes der Bertelsmann AG.

Albert Buchholz kreierte einen „Cognac Buchholz“ als Weltmarke, dessen Stärke er mit Panzerkreuzern auf Marken bewarb.

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen, sagt der Volksmund, und die Sterneköche Frank Buchholz und Matthias Buchholz leisten dazu ihren kulinarischen Beitrag.

Frank Buchholz (* 21. April 1967 in Dortmund) ist ein vielseitiger deutscher Sternekoch, Autor von Kochbüchern, Fernsehkoch, Lehrer in seinen Kochschulen oder Dozent für Essen und Kunst an der Frankfurter
Schillerschule. In seinem Restaurant Buchholz in Mainz-Gonsenheim kocht Frank Buchholz regional mit mediterranen Einflüssen. Ein zeitloser Stil, sagt er, der nie überholt sein wird.

Mathias Buchholz (* 1967) kocht einen klassischen, aber kreativen Stil. Seine Gerichte zitieren die französische Küche ebenso wie die asiatische und heimische. Serviert wird das Ganze mit natürlicher Fröhlichkeit und liebenswertem Charme.

Georg Buchholzer (* um 1503 in Dahme/Mark; † 31. Mai 1566 in Berlin) war ein lutherischer Theologe und Reformator. Er studierte in Wittenberge und war der Freund von Luther und Melanchthon. 1539 wurde er von Kurfürst Johann II. als Probst an St. Nikolai nach Berlin berufen, er wurde Berater des Kurfürsten, unterstützte die Reformation. Am 1. und 2. November 1539 hielt er die Predigt in den Gottesdiensten in Berlin und Spandau, in denen der Kurfürst seinen Übertritt öffentlich vollzog.

Thomas Walter Buchholz (* 27. August 1961 in Eisenach/Thüringen war Prof. für Komposition am Staatl. Komitas-Konservatorium Eriwan, Republik Armenien) erhielt schon frühzeitig musikalische Unterweisung in Klavier, Gesang, Theorie und Orgel und war als Organist tätig. Sein reiches und vielseitiges musikalisches Schaffen beinhaltet auch die im Januar 1990 entstandene Orgelkomposition „jubilus et hymnus“. Die Uraufführung fand 1991 an der Sauer-Orgel der Konzerthalle Ulrichkirche in Halle (Saale) durch den Bayreuther Organisten Thomas Rother innerhalb des 1. Musikfestes Sachsen-Anhalts statt.

Diese Vorstellung „öffentlicher“ Buchholz-Namensträger ist eine Illustration, die keinen repräsentativen Anspruch erhebt. So wie die Buche in Deutschland die verschiedenen Bedingungen akzeptiert und sich erfolgreich behauptet, so haben Buchholzer in vielen Bereichen die Gesellschaft eindrucksvoll mitgestaltet.